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egeplast

26. Oktober 2018 | Baustellenberichte

3L Sicherheitsrohrsystem im Wasserschutzgebiet

40 % Kosteneinsparung durch vollüberwachtes Rohrsystem im Wasserschutzgebiet

Beim Neubau eines Abwasserkanals für den Anschluss an die nächste Abwasserreinigungsanlage mussten im schweizerischen Liedertswil zwei Wasserschutzzonen durchquert werden. Die hierfür notwendige permanente Lecküberwachung bietet das 3L Sicherheitsrohrsystem von egeplast. Der Direktanschluss an die zentrale Kläranlage mit dem vollüberwachten Rohrsystem verschafft dem Betreiber einen Kostenvorteil von 40 %.

Projekt Wasserschutzgebiet Schweiz

Im Vorfeld hatte das Amt für Industrielle Betriebe eine Variantenstudie durchgeführt, ob die lokale Abwasserreinigungsanlage in Liedertswil im schweizerischen Kanton Basel-Landschaft saniert oder neu gebaut werden oder ob ein Verbindungskanal durch ein Wasserschutzgebiet zur nächsten zentralen Kläranlage errichtet werden sollte. Denn bei der 1968 in Betrieb gegangenen Anlage – einer von 22 dezentralen Abwasser-Reinigungsanlagen des Amts für Industrielle Betriebe – bestand großer Instandhaltungs- und Erweiterungsbedarf.

Die Studie ergab, dass ein Neubau an gleicher Stelle im Hinblick auf eine Erhöhung der Betriebssicherheit und dadurch erhöhten Platzbedarf aufgrund der beengten Platzverhältnisse vor Ort nicht möglich ist. Aufgrund der unterhalb liegenden Grundwasserschutzzone 2 würde ein Neubau erhöhte Anforderungen an Bauwerke und Überwachungstechnik nach sich ziehen.

Ein Jahreskostenvergleich der Varianten ergab einen Kostenvorteil für den Verbindungskanal durch das Wasserschutzgebiet zur nächsten Abwasserreinigungsanlage von ca. 40%. Eine zentrale Abwasserbehandlung hat zusätzlich die Vorteile erhöhter Betriebssicherheit sowie Reinigungsleistung. Die notwendigen Kapazitäten für die Gemeindeentwicklung sind mit dem Direktanschluss außerdem gegeben.

Somit fiel die Entscheidung zugunsten des Neubaus eines Abwasserkanals zum Direktanschluss an die regionale Abwasserreinigungsanlage Niederdorf. Die Trasse führt durch zwei Wasserschutzgebiete und bedarf daher einer Überwachung. Die Lösung für die etwa 1,7 km lange Durchquerung der Wasserschutzzonen ist das 3L Sicherheitsrohrsystem von egeplast, das mit einem Außendurchmesser von 315 mm eingesetzt wurde.

Das vollüberwachte Rohrsystem bietet eine 100-prozentige Lecküberwachung für den Boden- und Gewässerschutz. Eine Früherkennung durch kontinuierliche Beobachtung der relevanten Werte ermöglicht es, bereits vor einem möglichen Schadensfall einzugreifen und somit Havarien zu verhindern. Dieses Frühwarnsystem ermöglicht den sicheren Transport von wassergefährdenden Stoffen durch Grundwasserschutzzonen und ist in Regelwerken beschrieben und anerkannt (z. B. ATV-DVWK-A-142).

3L Sicherheitsrohr im Wasserschutzgebiet

Fernwartung und permanente Kontrolle des überwachten Rohrsystems

Das 3L Sicherheitsrohrsystem ist ein permanent oder diskontinuierlich überwachtes Rohrsystem, das Schäden meldet und ortet – auch ohne netzabhängigen Strom. Dieses überwachte Rohrsystem kann auch zeitgemäß über jeden Internetzugang eingesehen und gesteuert werden und ermöglicht damit eine schnelle Reaktion des Betreibers.

Eine mit dem Rohr verbundene Überwachungseinheit löst selbst im Falle einer Kleinstbeschädigung des Rohrsystems Alarm aus. Meldungen erfolgen direkt auf die Leitstelle oder auf das Smartphone oder können online eingesehen werden.

Projektdaten

Projektbeschreibung: Neubau einer Freigefälleleitung als Verbindungskanal einer dezentralen Abwasserreinigungsanlage zur nächsten Kläranlage.
Herausforderungen: Die geplante Rohrtrasse führt durch zwei Wasserschutzgebiete.
Lösung: Ein voll überwachbares Rohrsystem erfüllt die erhöhten Anforderungen in Wasserschutzgebieten.
Verlegung: Im offenen Graben
Rohrsystem: 3L Sicherheitsrohrsystem
OD 315 mm SDR 17
1.700 m
Projektbeteiligte: Planung: Jauslin Stebler AG, Muttenz, Schweiz

Im Wasserschutzgebiet wurden auch Schächte eingesetzt

Kontakt

Daniel Pfarrer
Jauslin Stebler AG
Tel: +41 61 467 6767
dp@jauslinstebler.ch

 

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