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10. Oktober 2019 | Allgemein Baustellenberichte ege-com® Macroduct High-T PE Strom

Ausbau des europäischen Energienetzes

Amprion und der belgische Übertragungsnetzbetreiber Elia bauen die erste direkte Stromverbindung zwischen Deutschland und Belgien. Die rund 90 km lange Gleichstrom-Erdkabelleitung trägt den Namen ALEGrO (Aachen Lüttich Electricity Grid Overlay) und wurde in die Liste der PCI-Vorhaben (Projects of Common Interest) der Europäischen Union aufgenommen. Amprion baut das Stromnetz mit egeplast Schutzrohren für Hochspannungskabel aus.
Im Zuge des Ausbaus des europäischen Energienetzes wird seit Oktober 2018 eine Gleichstrom-Erdkabelleitung gebaut. Dazu soll bis 2020 eine 320 kV-Verbindung von Oberzier (Deutschland) nach Lüttich (Belgien) errichtet werden. Der Netzbetreiber Amprion setzt das hochtemperaturbeständige egeplast e ge-com® Macroduct High-T PE mit reibungsarmer und abriebfester heller Innenschicht ein. Bei der Errichtung eines Leerrohrsystems für ein 320 kV-Kabel von Oberzier bis zur belgischen Grenze wird die Verlegung von der Arbeitsgemeinschaft AAA mit den Firmen Klaus Stewering (Borken), Heitkamp & Hülscher (Stadtlohn), Ulrich Bogenstahl (Legden) und RN Rohrleitungsbau Niederrhein (Krefeld) ausgeführt. Für den Ausbau der Trasse auf belgischer Seite ist der Netzbetreiber Elia zuständig. Von den rund 90 km befi nden sich ca. 40 km auf deutscher Seite. Verlegt werden diese in offener (Leitungsgraben) und geschlossener Bauweise (HDD, Rohrvortrieb). Das Strom-System besteht aus zwei parallel verlegten Kabelschutzrohren.
30 km davon werden in offener Bauweise ausgeführt. Für die Verlegung in offener Bauweise wird das ege-com® Macroduct High-T PE mit einem Steckmuffensystem in der Dimension 250 x 11,4 mm bei geradem Trassenverlauf eingesetzt. Bei Bogenfeldern kommt das 250 x 11,4 mm Rohr in Kombination mit einer High-T PE Elektroschweißmuffe zum Einsatz.
Es ist ein Schutzrohr für Hoch- und Höchstspannungskabel, das über eine erhöhte Wärmestabilität verfügt, um den hohen thermischen Beanspruchungen standzuhalten. Durch eine sehr gute Passgenauigkeit bei der Herstellung der Muffenverbindungen wird ein einfaches Handling ermöglicht und eine hohe Verlegegeschwindigkeit erreicht. Die inspektionsfreundliche helle Innenschicht ist reibungsarm und abriebfest und bietet somit optimale Bedingungen für den Kabeleinzug.

„Durch die gewählte Bauweise ließen sich Verlegeleistungen von bis 100 m im Verbund, also 18 Stangen pro Tag, realisieren. Ein positiver Aspekt bei der Bauausführung war die sehr leichte und schnelle Montage der Rohrmuffen, bei der sich die werkseitige Einstecktiefenmarkierung als sehr hilfreich herausstellte“, erläutert Manuel Schneidereit, Oberbauleiter der ARGE
Amprion ALEGrO Aachen (AAA). Die Ausführung als Langmuffe bietet eine erhöhte Sicherheit.
Die Unterquerungen von Autobahnen und ICE-Strecken wurden im Bohrpressverfahren durchgeführt. Die Bohrlängen betrugen dabei bis 80 m bei einer Tiefe von bis zu 8 m. Für das verlegte Kabelsystem wird ein 320 kV-Kabel eingesetzt, das in das Kabelschutzrohrsystem eingezogen wird. Dabei ist das Ziel, Einzugslängen von bis zu 1.140 m zu realisieren.
Alle notwendigen Zubehörkomponenten werden dabei von egeplast als Systemanbieter geliefert – dazu gehören Doppelsteckmuffen (lange Ausführung), Übergangsstücke, Elektros chweißmuffen, Endkappen, Muffendeckel und Mietwerkzeuge (Innenwulstentferner und Stumpfschweißmaschinen).