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egeNews, egeXXL, Referenzen – 21. November 2025

Industriesammler sichert Abwasserentsorgung für Dresdens wachsende Halbleiterindustrie

Der rund 10 km lange Industriesammler Nord (ISN) in Dresden schafft die notwendige Abwasserinfrastruktur für die expandierende Halbleiterindustrie. Das Großprojekt, gestartet im Juli 2023, kombiniert offene und geschlossene Bauweisen und soll bis Ende 2026 abgeschlossen sein. Verlegt werden egeXXL PE 100-RC Rohre als Freigefälleleitung.

Neues Rückgrat für die industrielle Abwasserentsorgung

Mit dem Industriesammler Nord reagiert die Stadtentwässerung Dresden GmbH auf den stark wachsenden Abwasserausstoß der Halbleiterwerke. Neue und erweiterte Fabriken von Infineon, Bosch, Globalfoundries, X-Fab und dem künftigen Werk von ESMC erhöhen die Abwassermengen so stark, dass das bestehende Kanalnetz an seine Grenzen stößt. Der neue Sammler verbindet das Gewerbegebiet an der Königsbrücker Straße mit der Kläranlage Kaditz und bildet damit das Rückgrat für die industrielle Abwasserentsorgung der kommenden Jahrzehnte. Der Bau der ca. 10 km langen Leitung erfolgt etwa zu zwei Dritteln in geschlossener Bauweise mit dem Pressen von Stahlbetonrohren durch den Boden. 5.500 m werden als Freigefälledruckleitung mit dem egeXXL Großrohrsystem aus PE 100-RC in OD 1.200 ausgeführt. Etwa 2.750 m davon verlaufen als Langrohr-Inlining in einem vorab vorgetriebenen Stahlbeton-Schutzrohr DN 1.600, verlegt in Tiefen von 6 bis 14 m. Der längste Einziehabschnitt misst 1.086 m – eine für diese Rohrdimension neue Herausforderung. Die übrigen Abschnitte entstehen in offener Bauweise mit Aushub und Rohrverlegung.

Herausforderungen und Lösungen

Dresdens dicht bebautes Stadtgebiet, hohe Grundwasserstände, mögliche Kampfmittel im Baugrund und das Hochwasserrisiko der Elbe erforderten eine besondere Planung. Die parallele Arbeit in vier Baulosen mit im Schnitt acht bis zwölf zu koordinierenden Fachkräften für die Rohrverlegung sowie die Bereitstellung von bis zu vier Schweißmaschinen für OD 1.200 mm große Rohre stellten weitere logistische Anforderungen. Die Kombination aus Langrohr-Inlining im Schutzrohr, präzise abgestimmter Maschinentechnik und engmaschiger Bauüberwachung ermöglichte den sicheren Einzug selbst bei wechselnden Rohrkrümmungen von 200 m bis 400 m Radius.

Einbringen des Planhobels zwischen die zu verschweißenden Rohrenden.

Projektbeschreibung

Bau eines rund 10 km langen unterirdischen Abwasserkanals zur Ableitung von Industrieabwasser

Herausforderungen

Dicht bebautes Stadtgebiet, Grundwasser und Elbehochwasser, mögliche Kampfmittel, Koordination von vier Baulosen mit kleinem Team, Rohreinzug mit Einzugslängen bis zu 1.086 m mit wechselnden Radien

Lösung

Einsatz einer großdimensionierten Freigefälleleitung, teilweise Langrohr-Inlining in vorgetriebenem Stahlbeton-Schutzrohr DN 1.600

Verlegung

Kombination aus offener und geschlossener Bauweise

Rohrsystem

egeXXL Großrohrsystem aus PE-100 RC, 0D 1.200 mm

Projektbeteiligte

ARGE ISN BA 1.1 & BA 1.2: Heinz Lange Bauunternehmen GmbH,
Braumann Tiefbau GmbH, Eurovia NL Dresden, TrappInfra Rohrbau
Welzow GmbH;
BA 1.3: Eiffage Infra-Ost GmbH mit TrappInfra;
BA 2.1: Heinrich Lauber GmbH mit TrappInfra
Planung: ACI-Aquaproject Consult Ingenieurgesellschaft mbH
Auftraggeber: Stadtentwässerung Dresden GmbH

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