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egeNews, Referenzen, Trinkwasser – 21. November 2025

Umweltschonende Sanierung von Trinkwasserleitungen in Münster – mit hohem Verlegetempo durchs Naturschutzgebiet

„Bei der Durchquerung des Naturschutzgebietes wurde eine umweltschonende Verlegung sichergestellt.“
Dirk Fronhoff

Der Transport des Trinkwassers vom Wasserwerk in Münster erfolgt nun durch vollverschweißte egeplast Rohrsysteme. Mit der Sanierung der alten Trinkwasserleitungen sollten auch die Kapazitäten der Trink- und Oberflächenwasserleitungen des Wasserwerks Hohe Ward erweitert werden. Dabei standen die Stadtnetze Münster vor der Herausforderung, bei der Durchquerung eines Naturschutzgebietes eine umweltschonende Verlegung sicherzustellen. Sie entschieden sich für 20-Meter-Stangen, wodurch ein hohes Verlegetempo erreicht und Kosten gesenkt werden konnten.

In der Zeit von Anfang 2024 bis Mitte 2025 wurden im Münsteraner Stadtteil Hiltrup zwischen dem Wasserwerk Hohe Ward und dem Parkplatz Hiltruper See alte Gussrohre durch knapp 5 km moderne PE-Trinkwasserrohre ersetzt. Auftraggeber sind die Stadtnetze Münster, die als Bauunternehmer und Rohrverleger die Firma Ludwig Freytag beauftragt und als Rohrsystem das egeplast egelen Trinkwasserrohr PE 100-RC gewählt haben.

Ausgangspunkt der umfangreichen Sanierung war die Tatsache, dass die alten Gussleitungen aus dem Jahr 1906 ihre maximale Lebensdauer erreicht hatten. Besonders an den mit Hanf versiegelten Verbindungsstellen kam es vermehrt zu Undichtigkeiten und Tropfleckagen. Zudem musste bei der Planung des neuen Leitungssystems eine Ausweitung der Kapazitäten des Wasserwerks Hohe Ward berücksichtigt werden. Unter anderem aus Kostengründen entschied man sich für eine vollverschweißte Rohrvariante, die in 20-Meter-Stangen in offener Bauweise verlegt wurde. So konnte die Anzahl der Schweißverbindungen reduziert und ein hohes Verlegetempo erreicht werden.

Allerdings musste im Streckenverlauf eine Bahnstrecke gekreuzt und ein Naturschutzgebiet durchquert werden, wodurch eine genaue Planung und präzise Arbeitsschritte an Bedeutung gewannen. Unterhalb der Bahnstrecke wurden neue Stahlschutzrohre vorgepresst, in die die neuen PE-HD-Rohre eingezogen wurden. Hierzu wurden entsprechend den Bahnvorgaben begehbare Betonschachtbauwerke auf beiden
Seiten der Bahntrasse für die Sichtkontrolle der neu verlegten PE-HD-Druckrohre installiert. Die Bauphase zur Durchquerung des Naturschutzgebietes wurde kontinuierlich durch Ökologen begleitet, um eine normgerechte und umweltschonende Verlegung sicherzustellen. Zu den besonderen Auflagen zählte unter anderem, dass alle Geräte und Maschinen mit Bioöl betrieben werden. Besonders für die Pressanlagen, auf die dies in aller Regel nicht zutrifft, erhöhte diese Anforderung die Komplexität des Bauvorhabens.

Nach knapp anderthalb Jahren Bauphase wurde das Projekt im Sommer 2025 abgeschlossen. Die Rohre transportieren nun Wasser aus dem Dortmund-Ems-Kanal zum Wasserwerk Hohe Ward. Nach der mehrstufigen Aufbereitung wird das Wasser ins Trinkwassernetz Münsters eingespeist.

Projektbeschreibung

Sanierung der Trinkwasserleitungen des Wasserwerks Hohe Ward

Herausforderungen

Kreuzung einer Bahnstrecke und Durchquerung eines Naturschutzgebietes

Lösung

vollverschweißte Rohrvariante in 20-Meter-Stangen

Verlegung

Offene Bauweise

Rohrsystem

egeplast egelen Trinkwasserrohr PE 100-RC

Projektbeteiligte

Auftraggeber: Stadtnetze Münster
Bauunternehmen: Ludwig Freytag, Oldenburg

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