Die Stadtwerke Roth haben mit der Verlegung einer neuen Trinkwasserverbundleitung vom Wasserwerk Roth begonnen, um die Trinkwasserversorgung langfristig zu sichern. Ein felsiger Untergrund und beengte Baufeldbreiten waren nur einige der Herausforderungen, die dabei bewältigt werden mussten. Sie entschieden sich für das egeplast SLM® 3.0 Rohrsystem, das überwiegend im Horizontalspülbohrverfahren verlegt wurde.

Verlegung der Trinkwasserverbundleitung
Im fränkischen Roth haben die Stadtwerke im Herbst 2024 im Rahmen einer umfassenden Baumaßnahme mit der Verlegung einer rund 1.000 m langen neuen Trinkwasserverbundleitung begonnen. Diese führt vom Wasserwerk zum Hochbehälter I – Los 2 in Roth. Ziel der neuen Trinkwasserverbundleitung ist die langfristige unabhängige Versorgung mit sicherem Trinkwasser.
Ein durchaus komplexes Bauvorhaben, da zum einen der Oberbodenverlauf variiert und zum anderen der Bodenuntergrund teils kiesig, zu einem enormen Anteil aber auch sehr felsig ist. Zudem sorgten widrige Wetterbedingungen mit niedrigen Temperaturen, ungewöhnlich häufigen und starken Niederschlägen sowie hoher Luftfeuchtigkeit für zusätzliche Herausforderungen. Umso wichtiger waren eine professionelle Arbeitsvorbereitung, die strukturierte Koordination der Maßnahme und nicht zuletzt auch eine hinreichende Erfahrung aller Beteiligten. Bauherr sind die Stadtwerke Roth, die als Planungsbüro die IB ITEC Ingenieure Kellermann GmbH aus Nürnberg beauftragten. Verbaut wurden egeplast SLM® 3.0 Rohre, die durch den Händler Muffenrohr Neutraubling geliefert und vom Bauunternehmen PRO BAU Ingenieur- und Rohrleitungsbau GmbH aus Passau verlegt wurden.

Ausgewählte Verlegungsverfahren
„Aufgrund der Vorgaben durch verschiedene Baulastträger – wie private und öffentliche Forstwirtschaft – sowie der örtlich zur Verfügung stehenden Arbeitsraumbreiten der Waldwege wurde ein Großteil im sogenannten Spülbohrverfahren verlegt – circa 800 m der insgesamt 1.000 m. Eine besondere Herausforderung dabei war der anstehende Boden in Form von hartem Felsen.“ Dipl.-Ing. (FH) Peter Obermeier, Bauleiter der Fa. PRO BAU aus Passau.

Herausforderungen der Verlegung
Auch die kühlen Temperaturen der vorwiegend in einem Wald gelegenen Baumaßnahme erschwerten das Vorhaben. Daher passte man im Vorfeld die Schweißparamater des SLM® 3.0 auf die entsprechende Stumpfschweißmaschine ab, so dass die Schweißungen ordnungsgemäß und technisch einwandfrei stattfinden konnten.
Die häufigen Niederschläge erschwerten zudem die Nutzung der Baustellenwege zu den einzelnen Rohrstrecken mittels Baumaschinen und der Spülbohranlage mit einem Gewicht von 21 to. Diese Hürde wurde durch genaue Planung und Optimierung von Arbeitsabläufen ebenfalls problemlos gemeistert.
Nach Abschluss der Baustelle der Trinkwasserverbundleitung im Frühjahr 2025 wird die neue Trinkwasserleitung direkt in Betrieb gehen.
egeplast
SLM® 3.0
Schutzmantelrohrsystem für einen beschädigungsfreien Einbau
additive Schutzschicht aus PEplus
Kernrohr aus PE 100-RC

Projektbeschreibung
Stadtwerke Roth, Neubau einer Trinkwasserleitung vom WW Roth zum Hochbehälter I – Los 2
Herausforderungen
Beengte Baufeldbreiten, Auflagen der Baulastträger, felsiger
Untergrund, ungenügende Waldwegebefestigung der Oberflächen
Lösung
Wahl der Rohrverlegung im Spülbohrverfahren mit Felsbohrequipment, Wegeertüchtigung mit Schottertragschicht
Verlegung
Horizontalspülbohrverfahren (Felsbohranlage) und offener Graben
Baulos
Los 2 (von insgesamt 3 Baulosen)
Rohrsystem
egeplast SLM® 3.0 TW OD 355 x 32,2 mm SDR 11
Projektbeteiligte
Auftraggeber: Stadtwerke Roth
Planungsbüro: ITEC Ingenieure Kellermann GmbH, Nürnberg
Auftragnehmer: PRO BAU GmbH, Passau
Händler: Muffenrohr Neutraubling



