Sanierung von Kanälen als wirtschaftliche Alternative

Bei der Sanierung sowohl öffentlicher Kanäle als auch privater Kanalisationen im Anschlussbereich stellt die Variante der grabenlosen Erneuerung eine für Planer und Auftraggeber immer interessantere und vor allem wirtschaftliche Alternative dar. Ausschlaggebend hierfür waren und sind Weiterentwicklungen in der Maschinen- und Verfahrenstechnik sowie die hochwertige Ausführung der Verbindungstechnik der Vortriebsrohre aus PP-HM und PE-HD, welche eine Anwendung wirtschaftlich attraktiver gestalten.

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Das egeplast SLR® Modul wird zur Sanierung defekter Abwasserleitungen durch das Relining-Verfahren eingesetzt

Das Kurzrohrmodul von egeplast genügt in vollster Weise den erhöhten Anforderungen der grabenlosen Neuverlegung und Erneuerung und hat dieses auch in unzähligen Anwendungen in der Praxis belegt. Je nach Verfahren kann wahlweise auf ein Rohr aus PE-HD (z. B. Kaliberberstlining, Relining) oder aus PP-HM (Berstlining, TIP-Verfahren, Vortriebsverfahren) zurückgegriffen werden. Die Module sind mit einer Drei-Lippen-Elastomerdichtung sowie einem zusätzlichen Klick für die Zugstabilität versehen und können aufgrund ihrer hochwertigen Ausführung nicht mit herkömmlichen Stecksystemen für die offene Bauweise verglichen werden. Da Vortriebsrohre höheren Belastungen bei grabenlosen Bauverfahren ausgesetzt sind, müssen Material und Verbindung diesen Anforderungen genügen. Hier belegt zum Beispiel das Prüfzeugnis der Material- Prüfanstalt NRW eine Dichtheit der Module bei 3° Abwinkelung und einem Innendruck von 1,5 bar. Dies entspricht dem 3-fachen des für Wurzelfestigkeit geforderten Wertes nach DIN 4060. Die Elastomerdichtung wird speziell für das Modul an der Verbindungsstelle vulkanisiert und nicht geklebt, um anschließend nach dem Drehen der Rohrmuffen aufgezogen zu werden. Dies beinhaltet eine durchgehende homogene Verbindung des Dichtungsmaterials und bietet zusätzlich Sicherheit.

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PPB Modul für Berstlining- und TIP-Verfahren. Ausführung mit Dreilippendichtung und Klick für Zugstabilität. Erfüllt das 3-fache der nach Norm geforderten Dichtheitswerte

Mit Hilfe sogenannter Minilafetten können grabenlose Erneuerungsverfahren mittlerweile aus kleinsten Gruben (1,5 x 1,5 m) und sogar aus bestehenden Schächten erfolgen. Dabei spielen das statische Berstlining- als auch das TIPVerfahren die größte Rolle. Beides sind Erneuerungsverfahren in gleicher Trasse und können je nach Randbedingungen komplett grabenlos durchgeführt werden. Dabei sind Tagesleistungen beim Berstlining bis zu 200 m (Variante Langrohr) keine Seltenheit. Bei kürzeren Sanierungsabschnitten sorgen neue Verspanntechniken der Spezialmaschinenhersteller (z. B. Burstfi x von Tracto-Technik) für einen sicheren und vor allem zügigen Kurzrohreinzug.
So können beide Verfahren auch bei der Erneuerung von Hausanschlussleitungen wirtschaftlich eingesetzt werden. Hier ist es möglich, gleich mehrere Anschlüsse pro Tag zu erneuern.
Zur grabenlosen Erneuerung zählt auch die Neuverlegung in neuer Trasse. Auch hier ist die Entwicklung nicht stehen geblieben. Der Stand der Technik erlaubt es, mit Hilfe von Minibohranlagen neue Anschlussleitungen aus bestehenden Normschächten DN 1000 ähnlich der Berliner Bauweise zu erstellen. Durch die Kombination von Minibohranlagen und Lafetten für das TIP und Berstlining-Verfahren können Kanäle und Anschlussleitungen auch weitestgehend komplett grabenlos erneuert werden. Ein technisch hochwertiges Rohrmodul sowie ein technisch ausgereiftes Verfahren bieten die notwendige Sicherheit für einen wirtschaftlichen Einsatz und bilden ein untrennbares Geflecht.

Kontakt:
egeplast Werner Strumann GmbH & Co. KG
Dipl.-Ing. (FH) Jörg Sommer
Tel.: +49.151 1428 8108
Mail: Joerg.Sommer@egeplast.de